In der Gemeinderatssitzung der Stadt Weil der Stadt am 26.3. wurde einstimmig der Antrag der Verwaltung angenommen und damit auf eine Verpachtung der Waldfläche an einen Investor und damit der Bau von WEA abgelehnt, somit ist aktuell ein Bau von Windkraft-Anlagen auf bzw. an der Gemarkung Heimsheim's ausgeschlossen.

Das gemeinsame Gutachten der Städte Heimsheim und Weil der Stadt wurde fertig gestellt. Auszüge aus diesem sind in der Vorlage der Gemeindersatsvorlage der Stadt Weil der Stadt zur Sitzung am 26. März einzusehen. Dabei wird von Seiten der Gutachter beiden Verbänden für die weiteren Überarbeitungen der Regionalpläne die Entnahme der Gebiete PF-14 und BB-02 nahegelegt.

Die Bürgerinitiative proHeimsheim hat sich bisher gegen das Windvorranggebiet BB-02 auf Gemarkung Weil der Stadt/Merklingen an der Kreisgrenze zwischen Böblingen und dem Enzkreis direkt im Süden von Heimsheim (mit nur sehr geringem Abstand zur Wohnbebauung) gerichtet und erweitert nun ihr Anliegen auch auf das Gebiet PF-14, welches auf Heimsheimer Gemarkung direkt neben BB-02 liegt.

Die Planfläche „PF-14 Reisach“ (siehe Übersichtsplan) ist als potentielles Windvorranggebiet im Entwurf ausgewiesen d.h. es ist noch nicht final verabschiedet. Unsere Erfahrung, sowie die Erfahrungen hunderter anderer BI’s ist, dass einmal ausgewiesene Windvorranggebiete nicht oder fast nicht zu eliminieren sind.

rotmilan 2018Die Fortschreibung und Entscheidung zum Regionalplan des Verbandes Stuttgart wird, wie der Regionalplan des Verbandes Nordschwarzwald erst nach der Veröffentlichung des neuen Windatlases (bessere Kataster, Berücksichtigung der heutigen Anlagenhöhen) sowie dem Windenergierlass (z.B. Abstände) erfolgen und somit nicht vor Q3/2019 erwartet.

Somit ist auch die Entscheidung über die Ausweisung für die Fläche BB-02 offen, zudem sollte bis dahin das gemeinsame Vogelschutz-Gutachten der Städte Heimsheim und Weil der Stadt abgeschlossen sein?!
Pressemitteilung VRS
Pressemitteilung RVNSW

Nach ca. 6 Monaten gibt es bereits 3 Bürgerinitiativen, die sich gegen die Verpachtung des Merklinger Waldes zur Errichtung von riesigen Windindustrieanlagen einsetzen. Das ist ein klares und deutliches Signal sowohl an die Lokal-Politik als auch an die Landes-Politik, sich an den Bürgern/den Menschen, der Natur und den physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu orientieren anstatt für ein Prestigeprojekt vieles unnötig zu opfern.

proMerklingen
proPerouse
proHeimsheim

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